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03.03.2010
Wiesbadener Montagsturnier mit nur 26 Spielern
Wiesbadener Montagsturnier mit nur 26 Spielern
Gerd Wandel (3) – Brian Cronell (2) – Michael Hüttl (1) – Matias Can (4)

Ganz Poker-Deutschland schaut in dieser Woche nach Berlin – und mindestens die Hälfte fährt hin. Denn viele wollen nicht nur zuschauen, sondern sich selbst in die Schlacht um das Millionen-Preisgeld beim EPT-Turnier stürzen. So war zumindest der Eindruck des Wiesbadener Poker-Chefs Ralf Albert, der natürlich auch in Berlin dabei ist.

Und so war am gestrigen Montag, dem 1. März, das 500er Profi-Turnier in der Wiesbadener Pokerarena nur zur Hälfte ausverkauft. Doch bei den anwesenden Cracks trübte dies keineswegs die ausgelassene Pokerstimmung, konnten sich die Teilnehmer doch über eine Erhöhung der Starting-Stacks von 7.500 auf 10.000 und der Level-Time von 30 auf 40 Minuten freuen. Damit hatten die Spieler die Möglichkeit, das Turnier ganz in Ruhe anzugehen, ohne gleich „alles auf eine Karte“ setzen zu müssen. Und so dauerte es natürlich auch eine ganze Weile, bis die ersten Seat-Open-Rufe zu hören waren.

Ganz besonders bitter traf es einen Spieler, der Pre-Flop mit K-Q gegen K-J noch vorne lag. Er raist auf dem Button und K-J callt. Auf dem Flop von K-10-2 treffen beide den König. K-J checkt und wartet darauf, was der Button macht. Der spielt an, daraufhin kommt das sofortige All-In von K-J. Showdown: Beide Spieler decken auf und K-Q liegt immer noch vorne. Doch mit dem Ass auf dem Turn bastelt K-J einen Inside Straight Draw – und mit der Dame auf dem River macht er seinen Runner-Runner-Straight perfekt. Bitter für K-Q.

Erst um ein Uhr in der Früh stand der Final-Table, an dem es dann aber doch etwas lebendiger und risikofreudiger zur Sache ging. Trotzdem dauerte es noch bis 2:30 Uhr, bis sich mit Matias Can, Brian Cronell, Michael Hüttl und Gerd Wandel die letzten Vier auf einen Deal nach Chip-Count einigten, um sich anschließend noch in die Cash-Game-Action werfen zu können, die an drei Tischen tobte, darunter ein Omaha Pot. Wieso nur vier im Geld? Weil man sich vor dem Turnierstart darauf geeinigt hatte.



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