09.09.2010
Wiesbadener Mittwochsturnier

- Nick Lutz (2), Sasa Skoberne (1) mit dem Drittplatzierten
Von sagenhaften einhundertzweiundzwanzig im positivsten Sinne „Pokerverrückten“ wurde die Pokerhochburg Wiesbaden am gestrigen Mittwoch, dem 8. September wieder geradezu überrannt. Das 100erTurnier war erneut mit 60 begeisterten Teilnehmern restlos ausverkauft und an satten fünf (!) Cash-Tables, darunter auch wieder ein Omaha-Tisch, tobte das pralle Pokerleben bis weit in die frühen Morgenstunden.
Durch den attraktiven Preispool von 6.000 Euro gehören die 100er-Turniere mittlerweile zu den am heißesten begehrten der wöchentlich fünf Turniere in Wiesbaden. Dieses wusste auch der Turniersieger des Vortages, Manefrid Haag aus Pommersfelden, der sich seinen Platz schon tags zuvor gleich wieder gesichert hatte. Von Beginn an machte er klar, dass er das „Double“ im Auge hatte. Risikofreudig aber kalkuliert ebnete er sich seinen Weg an den Final-Tisch und erreichte diesen sogar als Chipleader. Nick Lutz, mit gut überlegte Calls und zwei spektakulären All-Ins, schaffte ebenfalls den Sprung unter die besten Zehn.
Dieser Abend aber sollte der Abend des Sasa Skoberne werden. Der für seine aggressive Spielweise bekannte Kroate zeigte von Beginn an, dass es für ihn nur ein Ziel gab: Den Turniersieg. Um kurz vor Mitternacht hieß es dann „Leinen los“ für den Final-Tisch. Und schon bei der ersten Hand schickte Manefrid Haag – um im Bild zu bleiben – den ersten Kontrahenten über die Planke. Einer nach dem anderen folgte in Richtung der Fische und um kurz vor eins, als nur noch fünf Finalisten an Bord waren, ging der in Front liegende Kroate mit Pocket 7 All-In. Manefrid Haag callt mit Pocket Damen. Hätte er mal lieber bleiben lassen! Denn im Flop trifft Sasa Skoberne seinen Drilling, der hielt bis zum Ende und Manefrid Haag verabschiedete sich – ausnahmsweise mal – nur als Fünfter. Sei’s drum – auch nicht schlecht! Danach wurde der Seegang etwas ruhiger, jeder war auf Sicherheit bedacht. Aber endlos dahindümpeln wollte man natürlich auch nicht, zumal die Action an den fünf Cash-Tables lockte. Und so warf man um kurz nach eins den Anker und einigte sich auf einen Deal nach Chipcount.
Hier finden Sie alle Platzierungen zu diesem Turnier
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